Immobilienpreise in Wiesbaden

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Wiesbaden ist Teil der kreisfreien Stadt Wiesbaden im Bundesland Hessen. Wiesbaden zählt 278.609 Einwohner (31.12.2020), verteilt auf 143.831 Haushalte, womit die mittlere Haushaltsgröße rund 1,94 Personen beträgt. Wiesbaden ist dicht besiedelt und liegt gemäß Definition des BBSR innerhalb des Verdichtungsraumes Rhein-Main. Das BBSR teilt Wiesbaden räumlich der Wohnungsmarktregion Wiesbaden zu, wobei diese, basierend auf demographischen und sozio-ökonomischen Rahmenbedingungen der Nachfrage, als wachsende Region identifiziert wird.

 

Der durchschnittliche jährliche Wanderungssaldo zwischen 2015 und 2020 beläuft sich auf Ebene der kreisfreien Stadt Wiesbaden auf 137 Personen. Damit weist Wiesbaden im Vergleich zur nationalen Entwicklung Abwanderungstendenzen auf. Im Jahr 2020 fallen insbesondere die Altersklassen 18-24 und 25-29 mit den höchsten Wanderungssaldi von 972 bzw. 297 Personen und die Altersklassen 30-49 und 50-64 mit den tiefsten Wanderungssaldi von -476 bzw. -300 auf.

 

Gemäß Fahrländer Partner (FPRE) zählen 34,8% der ansässigen Haushalte im Jahr 2018 zu den oberen Schichten (Deutschland: 31,5%), 32,7% der Haushalte zu den mittleren (Deutschland: 35,3%) und 32,5% zu den unteren Schichten (Deutschland: 33,2%). Die Mehrheit, rund 21,2% (Deutschland: 18,9%) kann der Lebensphase «Älterer Single» (55+ J.) zugewiesen werden, gefolgt von «Familie mit Kindern» (altersunabhängig) mit 20,5% (Deutschland: 25,0%) und «Älteres Paar» (55+ J.) mit 14,9% (Deutschland: 17,2%).

 

Bei den Landtagswahlen 2018 wählten in Wiesbaden rund 25,5% der WählerInnen (gültige Zweitstimmen) CDU/CSU (Bundesland Hessen: 27,0%), 22,8% DIE GRÜNEN (Bundesland Hessen: 19,8%) und 17,7% SPD (Bundesland Hessen: 19,8%). Bei den Bundestagswahlen 2021 wählten in Wiesbaden (Kreisfreie Stadt) rund 24,9% der WählerInnen (gültige Zweitstimmen) SPD (Deutschland: 25,7%), 21,1% CDU/CSU (Deutschland: 24,1%) und 7,6% Sonstige Parteien (Deutschland: 8,7%). Bei den Europawahlen 2019 erzielten die Parteien DIE GRÜNEN mit 25,4% (Deutschland: 20,5%), CDU/CSU mit 24,6% (Deutschland: 28,9%) und SPD mit 18,2% (Deutschland: 15,8%) die meisten Stimmen.

 

Wiesbaden weist per Ende 2020 einen Wohnungsbestand von 142.988 Einheiten auf. Dabei handelt es sich um 19.793 Einfamilienhäuser und 123.195 Wohnungen in Mehrfamilienhäusern. Die EFH-Quote liegt damit bei rund 13,8% und ist somit im bundesweiten Vergleich (30,1%) stark unterdurchschnittlich. Mit 28,9% handelt es sich bei der Mehrheit um Wohnungen mit 3 Räumen. Auch Wohnungen mit 4 Räumen (27,7%) und 5 Räumen (14,2%) machen einen hohen Anteil am Wohnungsbestand aus. Die mittlere Bautätigkeit zwischen 2015 und 2020 fiel, gemessen am Wohnungsbestand, mit 0,38% tiefer aus als in Deutschland (0,59%). Dies entspricht insgesamt einer Fertigstellung von rund 3.225 Wohneinheiten.

 

Prospektiv rechnet das BBSR im Rahmen seiner regionalen Prognosen auf Ebene kreisfreie Stadt mit einer Veränderung der Bevölkerung von 2020 bis 2035 um 2,3% oder 6.500 Personen (Deutschland: -0,7%). Auf Ebene Haushalt wird mit einer Veränderung von 5,8% bzw. einer Zunahme von 8.800 Haushalten gerechnet (Deutschland: 1,1%).

 

Das Preisniveau von Wohneigentum (durchschnittliche Neubauten) liegt gemäß den hedonischen Bewertungsmodellen von FPRE (Datenstand: 31. Dezember 2021) in Wiesbaden (PLZ: 65185) bei den EFH bei 6.607 EUR/m², bei den ETW bei 6.650 EUR/m². Die Nettomarktmiete von MWG liegt derweil an durchschnittlichen Lagen bei Neubauten bei rund 13,3 EUR/m²Mt bzw. 10,7 EUR/m²Mt bei Altbauten.

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