Wohnungsgenehmigungen steigen auf Höchstwert seit 20 Jahren

Jinny Verdonck

7. Juni 2021

In Deutschland sind letztes Jahr 306.376 Wohneinheiten entstanden. Dies entspricht einem Plus von 4,6 % verglichen mit dem Jahr zuvor. Das ist der höchste Wert seit zwanzig Jahren. Im Jahr 2001 gab es laut dem Statistischen Bundesamt 326.187 Fertigstellungen.

In Gebäuden, die neu fertiggestellt wurden, sind im letzten Jahr 268.774 Einheiten entstanden, das ist ein Zuwachs von 4,5 %. Besonders viele neue Wohnungen sind in Mehrfamilienhäusern entstanden: Die Zahl der Einheiten kletterte um 7,2 % auf 153.377 fertiggestellte Wohnungen. Auch die Zahl der Einfamilienhäuser ist um 4,1 % in die Höhe geklettert, wodurch es 87.275 neue Einheiten gab. Außerdem registrierten die Zweifamilienhäuser ein Plus um 6 % und sind auf 20.472 angestiegen.

Wohnheime blieben jedoch von diesem Trend ausgenommen, denn diese verzeichneten ein Minus von 21,6 % im Vergleich zum Vorjahr. Im Jahr 2020 sind nur 7.650 Einheiten in Wohnheimen entstanden.

Die Zahl der Genehmigungen steigt, doch Bauüberhang wächst

Nach Berechnungen der Experten werden jährlich zwischen 350.000 bis 400.000 neue Wohnungen benötigt. Doch trotz des Anstiegs der Fertigstellungen wird der Wohnbedarf nicht abgedeckt.

Ein Grund hierfür ist, dass die Genehmigungen für neue Wohnungen zwar vorliegen, doch die Kapazitäten im Handwerk dazu führen, dass die Wohnungen nicht gebaut werden können. Nach Angaben des Statistischen Bundesamts gab es Ende 2020 erneut einen Anstieg des Bauüberhangs (779.432 Einheiten).