Die Immobiliennews in Kürze - Anfang Juli 2021

Jinny Verdonck

5. Juli 2021

Wohnimmobilien verzeichnen Preisanstieg um 9,4 %

Nach Angaben des Statistischen Bundesamts (Destatis) sind die Wohnimmobilienpreise nicht nur in den Großstädten, sondern auch in ländlichen Regionen gestiegen. Zwischen dem ersten Quartal 2020 und dem ersten Quartal 2021 gab es ein Plus von 9,4 %. Wer in einer ländlichen und dünn besiedelten Region ein Ein- oder Zweifamilienhaus verkauft hat, konnte einen Preiszuwachs um 11,3 % erhalten. Auch der Verkauf einer Wohnung in einer deutschen Großstadt mit mehr als 100.000 Einwohnern brachte in der Regel 11,3 % höhere Preise ein. Dicht gefolgt von Wohnungen in den Top 7 Metropolen Deutschlands, die einen Preissprung von 11,1 % registrierten. 

Bauanträge sollen durch zentrale Auskunftsdatei beschleunigt werden

Pro Jahr werden bundesweit über 200.000 Baugenehmigungen beantragt. Nun haben Architekten und Ingenieure eine zentrale Auskunftsdatei angelegt, damit Bauanträge von den Behörden in Zukunft zügiger bearbeitet werden können. Mit dieser Auskunftsdatei, die alle geforderten Informationen wie Fachrichtung, Kammermitgliedschaft und spezielle Qualifikationen der Architekten und Ingenieuren enthält, ist eine schnellere Prüfung der Planer-Qualifikationen möglich. Bis Ende 2022 müssen die deutschen Bauämter zur Annahme von Bauanträgen in digitaler Form fähig sein.

Weiterhin teure Mietpreise für Studentenwohnungen 

Weder kleine Wohnungen noch WG-Zimmer sind bedeutend günstiger geworden. Trotz der Coronakrise müssen Studenten und Berufsanfänger daher weiterhin tief in die Tasche greifen, wie die Buchungsplattform HousingAnywhere ermittelt hat. Im Zeitraum von April 2020 bis Juni 2021 wurden insgesamt knapp über 90.000 Immobilien untersucht. In Deutschland wurden die Mietpreise für die Städte Berlin, München, Hamburg und Frankfurt unter die Lupe genommen.

Vergleich zum Vorjahreszeitraum

Berlin

-- WG-Zimmer um 8,4 % gesunken (505 Euro Monatsmiete)

-- Kleinwohnungen um 14,2 % gestiegen (1.240 Euro Monatsmiete)

München

-- WG-Zimmer um 5,8 % gesunken (646 Euro Monatsmiete)

-- Kleinwohnungen um 14,2 % gesunken (1.310 Euro Monatsmiete)

Frankfurt

-- WG-Zimmer um 3,9 % gestiegen

-- Kleinwohnungen um 10,7 % gestiegen

Hamburg

-- WG-Zimmer um 1,6 % gestiegen (526 Euro Monatsmiete)

-- Kleinwohnungen um 11,6 % gestiegen (1.150 Euro Monatsmiete)

15 % der Mieter sind auf der Suche nach einer günstigeren Wohnung

In Deutschland befürchten 15 % der Mieterhaushalte aufgrund der Coronakrise in Zahlungsschwierigkeiten zu geraten. Aus diesem Grund sind viele Mieter auf der Suche nach einer günstigeren Mietwohnung, wie die Beratungsgesellschaft Analyse & Konzepte immo.consult bei einer Umfrage unter 1000 Mietern ermittelt hat. 12 % der Befragten haben die Befürchtung, ihre Miete nicht mehr zahlen zu können. 15 % der Umfrageteilnehmer suchen bereits nach einer günstigeren Mietwohnung. Vor allem Alleinerziehende haben mit finanziellen Einbußen zu kämpfen. Bei mehr als 50 % der befragten Alleinerziehenden habe die Coronapandemie zu einem verringerten Haushaltseinkommen geführt. Im Altersvergleich sind die unter 30-Jährigen am häufigsten von Einkommensbußen betroffen.