Wohnungsmarkt 2021: Mietrenditen rückläufig, dennoch hohe Nachfrage auf Wohneigentum

7. Januar 2021

Der deutsche Wohnungsmarkt wird bei Investoren immer beliebter. Während sich die Mietrenditen weiterhin verringern, steigt die Nachfrage. Doch die Zahl der Kaufinteressenten, die finanziell zum Kauf in der Lage sind, nimmt ab. So lautet die Prognose der Experten der Deutschen Bank (DB).

Für das Jahr 2021 erwarten die DB-Researcher, dass es coronabedingt weltweit an lukrativen Kapitalanlagen mangeln wird, wodurch der Wohnungsmarkt in Deutschland für Investoren noch beliebter werden wird. Die Mietrenditen werden dadurch weiter gedämpft. Die Preise steigen nämlich unaufhörlich an. In 2020 wurde für Bestandsobjekte ein Preisanstieg um knapp 6 % verzeichnet. Währenddessen ist die Mietrendite im Durchschnitt um 4,3 % gesunken. Dieser Trend wird vermutlich auch in 2021 anhalten.

Kaufpreise erhöhen sich stärker als die Mietpreise

Es wurden insgesamt 126 Städte unter die Lupe genommen. Nach Zahlen von bulwiengesa sind die Mietrenditen in 113 der Städte gesunken. Trotz der Coronakrise steigen die Mieten jedoch und fangen den Renditerückgang ein wenig auf. In den analysierten 126 Städten sind die Mieten bei Wiedervermietung verglichen mit dem Jahr zuvor um 2 % in die Höhe geklettert. Somit gab es nach Angaben der DB-Researcher einen größeren Anstieg als der Verbraucherpreisindex (0,5 %) und die Mietinflation (1,4 %).

Schwerer bezahlbar

Das Arbeiten im Homeoffice wird laut den Researchern von DB dazu führen, dass es bei den Endkunden einen Anstieg der Nachfrage geben wird. Für eine kleine Dämpfung kann jedoch die sinkende Erschwinglichkeit sorgen. Als Faktoren hierfür nennt der DB die seitwärts laufenden Hypothekenzinsen, die schwache Einkommensentwicklung sowie die vermutlich weiterhin kletternden Hauspreise. Doch insgesamt blickt der DB in Sachen Konjunktur mit Optimismus in die Zukunft und erwartet für 2021 ein Plus um 4,5 %.